Montag, 14. Mai 2012

Maya Tempel in Chichén Itzá

Hallo ihr Lieben,

heute geht ein langer Tag zu Ende. Um 7 Uhr gestartet fuhren wir mit dem Bus 2,5 Std. nach Chichén Itzá. Auf dem Weg dorthin waren natürlich, ein Kaffee in der Lobby, ein kleines Frühstück im Auto und diverse Stops für dringende Geschäfte eingeplant. Während andere sich bei den kleinen Pausen mit Essen und Trinken versorgten, fand Erik einen kleinen Hund etwas abseits. Als er mich darauf aufmerksam gemacht hatte, konnte mich natürlich keiner mehr zurück halten. Der kleine Knuffl musste sofort auf den Arm und geschmust werden. 

Kaffee am Morgen mit Tante Helga
Tour zu den Tempel
Mein kleiner Knuddl
Hausgemachter Snack auf der Straße
Sehr zum Leidwesen der restlichen Teilnehmer. Mir wurde ans Herz gelegt, vor besteigen des Autos oder berühren diverser privater Stücke die Hände gründlichst zu waschen bzw. eine schnelle Dusche zu nehmen. Ich konnte mich dann von dem kleinen mit Ach und Krach losreißen und weiter gings. Sehr amüsant waren auch die Toiletten, da man von jedem sehen konnte welcher Art das Geschäft war. Man sollte noch erwähnen, dass die Warteräume riesig waren, während man in den Kabinen sich nicht bewegen konnte ohne die Schüssel zu berühren. Also fachkundige Architekten waren hier sicherlich nicht am Werk :D

Männertoi - sehr lustig
Damentoi - Wer macht was?
Bei den Maya Tempeln angekommen, begrüßte uns Viktor, unser deutschsprachiger Führer. Die spanisch-sprechenden Gäste hatten einen eigenen, sodass sich unsere 20 Mann Gruppe zunächst etwas aufteilte. Super spannend folgten wir einem 1,5 stündigen Vortrag über das Leben der Mayas kurz nach Christi Geburt. 

Viktor unser Führer
Beeindruckend welches Wissen schon damals vorgeherrscht haben muss und mit welchem Aufwand eine solche Pyramide und mehr (z. B. die Sternwarte…) gebaut wurde. Etwas unangenehm war, dass sich auf dem ganzen Areal 1000 Händler verteilten, die selbstgeschnitze Figuren, gewobene Teppiche kurz gesagt Souvenirs an den Mann bringen wollten. Selbst kleine Mädchen und Jungen kamen zu uns, um uns ihre Tücher zu verkaufen. Am Schluss nahmen wir auch ein Andenken mit. 

Maya Tempel
Ein besonderes Souvenir waren diese männlichen Geschlechtsteile. Sie gelten als Phallus-Symbol und sind somit ein Zeichen von Fruchtbarkeit, das hier viel bedeutet. Wir entschieden uns aber lieber für einen typisch mexikanischen Hut, der sich vermutlich im Wohnzimmer besser machen wird.

Skuriele Souvenirs
Mann muss dazu sagen, dass verschiedene Teile Mexiko’s schon sehr arm sind. Entsprechend geht es hier wirklich um Cent Beträge, die zum Einkommen ganzer Familien beitragen. So wird hier gemalt, getanzt… um einen schnellen Dollar zu erwerben. Doch wenn man 40 mal am Tag um eine Spende gebeten wird, stumpft man nach der Zeit einfach ab und versucht es größtenteils zu ignorieren. Eine schlechte Angewohnheit doch leider zum Selbstschutz notwendig.
Doch kommen wir wieder zu den schönen Seiten. Die Mayas hatten damals eine kleine Arena, in der sie Ballspiele ausübten. Die Mannschaften bestehend jeweils aus 7 Mann, durften den 3 kiloschweren  Ball weder mit den Händen noch mit den Füßen berühren und versuchen ihn in durch einen Ring im oberen Bereich zu werfen. Leider musste die Verlierermannschaft einen Spieler opfern, der direkt nach dem Spiel den Kopf abgehauen bekam. Von „Fair Play“ war damals eben noch keine Rede, aber Gott sei Dank hat sich das geändert.

Ballspiel der Mayas
Wir hatten heute 3 Ziele die wir ansteuern wollten. Einmal die Tempel, dann ein Restaurant und zum Schluss eine tolle Quelle zum Baden. Im Restaurant, speisten wir  von einem üppigen Büffet während zwei einheimische Damen waghalsige Tänze aufführten. 
Tänzerinnen mit Gläßern auf dem Kopf
Der nächste Halt bot eine Erfrischung. Da, wenn man es auf den Fotos auch nicht vermutet, es gefühlte 36 Grad hier sind. Wir waren dankbar darüber, dass es bewölkt war, denn sonst wäre das Besichtigen der Tempel noch unangenehmer geworden. Aber zurück zur Abfolge. Ich habe leider vergessen, wie der tolle Ort hieß aber es war ein Felsen bzw. offene Grotte in dem ein kleiner wenn auch tiefer See (Erdloch) war. Hier konnte man von waghalsigen Klippen (ca. 10 Meter hoch) springen, was Erik und ich auch gemacht haben. Angefangen mit dem kleinen Felsen, steigerten wir uns später und genossen das Adrenalin in unseren Adern. Von den Mitreisenden empfingen wir Anfeuern und großen Lob für unseren Mut. Es war wirklich ein toller Moment. Eriks Eltern, war das nicht so recht, denn da sprang ja schließlich ihre Altersvorsorge :D
Auf dem Weg zum Bus schauten ein paar von uns noch in eine schicke Kirche und zu Hause angekommen empfing uns heute ein kleines Mädchen auf dem Zimmer.

Grotte
Erster Sprung, weitere Folgen

Kirche

Handtuch Mädchen
Alles in allem ein sehr schöner Tag. Auch den heutigen Abend lassen wir in einer Bar ausklingen obwohl wir schon sehr geschafft sind. Uns geht es hier wirklich sehr gut. Man kann auch super abschalten und vergisst das Leben und den Stress in Deutschland total. Es tut so gut einfach an nichts denken zu müssen und die Seele baumeln zu lassen. Glücklicherweise hält das ja noch 1,5 Wochen an. Wir freuen uns hier schon alle tierisch auf die Hochzeit in 2 Tagen, die übrigens direkt an unserem Strand sein wird, der speziell für uns gesperrt wird. Wir können es kaum erwarten und das Brautpaar sicher auch nicht.
Morgen wird dann endlich wieder ein faulenzer-Strandtag eingebaut damit wir für die Hochzeit am Mittwoch gut erholt sind. Letzte kleine Vorbereitungen und kräftiges „Robbe sein“ für die körpereigene Bräune und nicht zu vergessen die spottbillige Massage am Strand. Ich werde sie morgen testen und berichten.

Es grüßt euch ganz herzlich
Eure Franzi (Erik)

2 Kommentare:

  1. wer schreibt nicht mehr? :-(
    ich warte sehnlichst auf den nächsten eintrag

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  2. Sabbel net so viel doooo, hier jetzt.... Sind heute 2 Einträge gekommen und morgen folgen die nächsten 2 ;-)

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