Freitag, 25. Mai 2012

Letzter Tag und Heimreise

Liebe Familie und fleißige Leser,

heute folgt der letzte Eintrag unseres Urlaubsblogs. Mittlerweile sind wir schon auf dem Wege zum Pfingstausflugs an die Ostsee nach Klockenhagen. Trotzdem soll noch ein abschließender Bericht über den Dienstag geschrieben werden.

Der Dienstag war leider unser letzter Tag in Mexiko. Dementsprechend haben wir den halben Vormittag mit Frühstück, Kofferpacken und Aus-checken verbracht. Zum Frühstück hatte es uns abschließend in den Starbucks um die Ecke gezogen. Mittlerweile waren wir alle ja geübt. Meine Eltern wussten ja schon, was zu bestellen war und dass man meistens nach seinem Namen zur Beschriftung des Bechers gefragt wird. Dies mal lief nur der Tee für Mom schief. Statt eines schönen Pfefferminztees bekam sie einen Eistee mit Eiswürfeln :D Das hat eigentlich sogar Tante Helga übertrumpft, die statt eines „Eiskaffees“ einen Frappucino in Playa bekam.
Unser Blick aus dem Hotelzimmer
Blick 2
OK - wir packen grade, aber schickes Zimmer oder?
Gegen 11 Uhr sind wir dann zum Abschlusskulturausflug gestartet. Ziel: Frida Kahlo Museum. Mutig sind wir für 3 MXN pro Person mit der U-Bahn losgedüst. 3 MXN sind umgerechnet 18 Cents – damit kann man wohlgemerkt unbegrenzt durch die Stadt fahren. Absolutes Schnäppchen. Leider wussten die anderen 20 Millionen Mexikaner auch Bescheid und dementsprechend eng und voll war es :-)
Wilfried am Ticketschalter
U-Bahn in Mexico

Auf der Hin-Fahrt konnten wir noch sitzen :D
Das Museum war ein absolutes Highlight. Schön eingerichtet, ruhige Atmosphäre und auch überschaubar. Kein Museum, in dem man sich stundenlang verläuft und so gelangweilt den Ausgang sucht. Auf dem Grundstück selbst ist sie geboren, gestorben und hat die meiste Zeit ihres Lebens auch gelebt. Ihr Leben und Wirken wurde beeindruckend erzählt und illustriert (Wer mehr wissen will, es gibt ein tollen Film über sie). Mom hat sich sogar ein Souvenir gekauft.

Am Eingang
Auch wir Deutschen haben gestiftet !!! (rechts unten)
Skurrile Figuren
Fridas Bett mit Spiegel und Blick in den Park

Fridas Haus
Fridas Garten mit Pyramide
Wirklich wunderschön dort
In Fridas Küche, ob wirklich alles so bunt war?
Diego und Frida :D
Nach dem Kulturausflug sind wir das nahegelegene Zentrum vom Stadtteil abgelaufen. Wie ganz Mexiko ein schöner grüner Fleck mit vielen Parks, Kirchen und weiteren Museen. Hier hätten uns hier noch Stunden aufhalten können, mussten allerdings langsam wieder zurück Richtung Hotel.
Schicke Kirche im Zentrum vom Stadtteil Coyoacán
Park...einer von vielen.
Toller Brunnen
Flauschige Eichhörhnchen -  soooo Flauschschschschig
Ein Baum gepflastert mit Kaugummis
Tänze von verrückten Girls
Die Natur sucht sich ihren Weg.
Hier wachsen tatsächlich Weihnachtsstern.
Am Hotel ist dann mein letzter Urlaubswunsch in Erfüllung gegangen: "Burgeressen bei Wendy's". Es hat mindestens so gut geschmeckt wie in den USA. Absolutes Highlight: der "Baconator" mit leckerem Rind, Käse, Salat und Bacon. Dazu gab’s noch Mandarinensalat mit Hühnchen – absolutes Highlight (falls ich das noch nicht gesagt hatte ;-), sogar meinen Eltern hat es schmeckt.
Wendy's: ein Traum wird wahr.
Total vollgefressen haben wir uns im Hotel frisch gemacht und haben uns ein Taxi für den Flughafen bestellt.
Ab zum Airport - sehr gemütlich der Van.
Leider war es Zeit, Abschied von der Stadt und dem Hotel zu nehmen. Dennoch sind wir natürlich auch mit Vorfreude zum Flughafen gefahren. Mom und Dad waren ja mit "R6" (fest) gebucht und bekamen nach anfänglichen Schwierigkeiten gleich einen Sitzplatz. Zuvor hatten sie allerdings wie Franzi und ich eine Standby Boardkarte ohne Sitz bekommen, da die nette Dame am Schalter dachte, sie würden standby mit uns fliegen. Die entstandenen Schweißperlen sind dann aber schnell wieder verschwunden.

"First und Buisness Class?" - "Ja, das sind wir!" :D
Kleiner Erfrischung vor dem Weg nach Deutschland
Franzi ist jetzt schon müde
Ihr Hut steht mir, oder?
Dabei hatten sie doch eine eigene bestätigte Buchung. Total glücklich haben wir die letzten Drinks und ein Eis am Flughafen zu uns genommen. Gegen 19 Uhr sind meine Eltern Richtung Gate. Franzi und ich bekamen unsere Sitzplätze ganz standby typisch erst 20 Uhr bei "Check-In Schluss" – dafür aber wieder nebeneinander :D zur besonderen Freude von Franzi. Wir hatten dennoch genug Zeit noch einen Tequila aus einem der vielen Duty Free Shops zu kaufen. Am Gate, beim Boarden, haben wir uns dann alle wieder getroffen und glücklich, dass wir alle im selben Flieger Richtung Heimat unterwegs waren.

Der Flug verging wieder wie im Fluge. Lecker Abendessen, ein paar Drinks und nach einem Film war dann Schlafenszeit angesagt. So richtig gut konnte aber keiner schlafen. Mal zu warm, mal zu laut aber irgendwann war die Nacht dann vorbei und wir sind zum Frühstück aufgewacht und aufgestanden. Mittlerweile waren wir schon über Großbritannien angekommen. Pünktlich sind wir in Frankfurt gelandet und haben uns dann an den Gepäckbändern alle wieder getroffen. Danach ging’s zu viert nach Mainz wo wir nach kurzem Umpacken mit dem Auto nach Neuruppin aufgebrochen und nachts gegen 1 Uhr angekommen sind.
Plätze nebeneinander ;-) Juhuuuu
Welcome Drinks: Champagner und Margarita
Nach dem Abendessen...
...waren wir hier.





Lecker Frühstück nach dem Aufwachen bei Ankunft über Europa.
Damit ist vorgestern am Mittwoch unser Urlaub nach zweieinhalb spannenden Wochen zu Ende gegangen. Wir haben jeden Tag und jede Minute genossen und hoffen euch gut auf dem Laufenden gehalten zu haben. Mittlerweile befinden wir uns in Klockenhagen beim alljährlichen Familien Pfingstausflug. Obwohl wir uns alle ja in Playa del Carmen vor nicht einmal einer Woche das letzte Mal gesehen haben, ist die Vorfreude groß und Oma wird zum ersten Mal das frischgebackene Ehepaar sehen.

Die liebsten Grüße von
Franzi und Erik

Tagesausflug zum Tempel "El Tepozteco"

Für Montag hatten wir uns einen Tagesausflug zum Tempel "El Tepozteco" vorgenommen. Diesen hatten Sergio und Steffi vorgeschlagen. Das pikante am Tempel: er liegt direkt am Berg in 2000 m Höhe 75 km südlich von Mexico City und kann nur durch einen Aufstieg vom nahegelegenden Städtchen durch Überwindung von 430 Höhenmetern absolviert werden. 30 Minuten wurden seitens der Reiseleiter Steffi und Sergio veranschlagt. Allerdings wurden „wenige“ Minuten mehr benötigt. Die doch sehr dünne Höhenluft und die Hitze haben einigen ganz schön zu schaffen gemacht.

Zitat Mom: "Will Steffi etwa ihre Lieblingstante umbringen?" - haha. Man sollte allerdings zu ihrer Verteidigung bemerken, dass es wirklich weder am Alter noch an der Sportlichkeit lag, sondern am häufigen Pumpen des Herzens. Es war nötig, viel öfter zu atmen um die Menge Sauerstoff zu aspirieren, die unser Körper aus dem schönen Deutschland gewohnt war. Am Ende sind wir aber alle gesund und glücklich angekommen und wurden mit einem herrlichen Ausblick auf Tepoztlan verwönhnt. Ich sage mal, die Aussicht vom Berg war sicherlich interessanter als der kleine Tempel. Der Abstieg blieb allerdings um einiges schwieriger als der Aufstieg. 

Da die Treppen aus gewürfelten Steinen bestanden, war man gezwungen, sehr trickreich den richtigen Fuß an eine passende Seite des Steins zu stellen. Außerdem ging das ganze ziemlich in die Knie. Alles in allem aber sehr abenteuerlich und amüsant. Glücklicherweise hatten wir auch einen Arzt dabei (Ludo), der uns jederzeit medizinisch überwachen konnte, was ungemein beruhigte :D
Hier wachsen so viele Limettenbäume.
Hinter uns der Berg, den es zu bezwingen gilt (vorher eine kleine Stärkung)
Unten sind wir noch gut gelaunt.
Und auf gehts - der Schwierigkeitsgrad stieg stetig.
Oben angekommen, gehts noch höher *puuhhhh* - es wurde steiler und schwerer.
Über Fels und Stein...
Aber selbst zwischendurch eine tolle Aussicht
Wie gesagt, schon richtig hoch und steil hier!!!
Et Voilá: der Tempel auf dem Berg.
Am Tempel: die Stufen wurden eher für kleine Menschen gemacht
Und ab jetzt heißt es...
...den Ausblick von oben genießen.
 
Und zum Abschluss noch das obligatorische Gruppenfoto der Kids.
Krass: in den Mauern am Wegesrand sind Scherben eingebaut, dass man nicht darüber klettert!

Wenn ihr euch nähere Infos zu dem Berg anschauen wollt:

Wikipedia Link zu Tepoztlán

Nach dem Abstieg gab es ein verdientes Bier und einen kleinen Imbiss, um die Energietanks wieder aufzufüllen. Das Bier gab es 1,2 Liter Flaschen, was einigen von uns ziemlich imponiert hatte. Der Snack bestand aus einem gefüllten Tacco aus dunklem Maismehl. Es gibt hier tatsächlich schwarzen Mais! Nachdem wir durch das Zentrum der kleinen Stadt geschlendert waren und rechts und links auf einem Marktplatz die Stände bewunderten, gönnten wir uns zum Abschluss zwei Portionen saftige und süßgereifte Mangostücke. Danach fuhr uns Steffi gekonnt und meisterlich durch die vollgestopften und chaosbelasteten Straßen Mexico Citys nach Hause.
Lecker Mais-tacco, auch wenn er komisch aussieht (aus schwarzem Mais).
Und kühles Corona in 1,2 Liter Flaschen
Bunte Häuser überall, dass macht Laune!
Einen Käfer fährt hier jeder Zweite.
Warten auf die lecker Mango
...Tadaaaaaaaa!!!
Ein Bild aus dem Baum ;-) mit unserem coolen Van
Ab nach Haus
Unsere souveräne Autofahrerin hat immer den Überblick behalten.
Auf jeder Straßenkreuzung wird hier was verkauft (Zigaretten, Süßigkeiten....)
In Sergios Wohnung angekommen, war es uns vergönnt das Bad für wirklich „5 Minuten“ (wohlbemerkt pro Paar) zum frisch machen zu benutzen. Es herrschte ein straffer Netzplan vor, der mehr Zeit leider nicht zur Verfügung stellte. Denn danach waren wir im mexikanischen Lokal "Casa Maria" im Stadtteil Polanco zum Abendessen mit Sergios Familie (Alej, Maru, Hortensia und der Papa) verabredet. Schließlich war es unser letzter Abend in Mexiko und dementsprechend haben wir nochmal die volle Breite der mexikanischen Küche probiert: Tacos, Enchiladas, Steaks mit pikanten Dip‘s sowie Tequila. 

Des einen Freund des anderen Leids :D Steffi und Sergio empfohlen mir ein Steak mit der Bemerkung, es sei zwar scharf aber trotzdem genießbar und lecker. Als ich den ersten Bissen im Mund hatte und sich die beiden schmunzelnd anblickten wusste ich warum. Von wegen „leicht scharf“. Meine Ohren gingen zu (Druckprobleme) und die Zunge löste sich in Einzelteile auf. 

Dieses Gericht ist auf gestandene Maxicaner ausgerichtet und nicht für deutsche Touri’s. Nach dem Verschlingen dirverser Drinks und Weißbrot kann man resümierend aber festhalten, dass es ein sehr leckeres Gericht war. Uns hat's prima geschmeckt. Ludo und zwei Andere hatten auch noch super Nachtisch mit Schokoladenkuchen aus in Mexiko gewachsenen Kakaobohnen.
Scharfe Suppe, da wird sogar Serg bang!
Franzi und Maru
Lecker Wrap für Carola
Eriks berüchtigtes Scharfes Steak :D
Bei mir gabs eine Tequila Soße.
Die letzten Tequila flossen zwischen Alej und Franzi ;-)
Schokoladenkuchen aus mexikanischen Kakaobohnen *yammi*
Mit dem Taxi sind wir zurück ins Hotel und haben uns beim „Seven 11“ (Supermarkt) noch einen 6er Bier geholt, um den Abend auf dem Zimmer meiner Eltern ausklingen zu lassen. Dort haben wir den Urlaub Revue passieren lassen und uns an all die schönen Seiten erinnert. Ein langer und anstrengender Tag ging zu Ende und wir fielen glücklich ins Bett.